Suhl

Gewässerkennzahl 41566
Einzugsgebiet in Hessen 27,74 km²
Gewässerlänge in Hessen 9,69 km
Anliegerkommunen Wildeck, Heringen (Werra), Nentershausen
Schutzgebiete

FFH-, Vogelschutz- und Naturschutzgebiet

Besondere Arten

u. a. Bitterling, Biber, Eisvogel, Weiß- und Schwarzstorch, Wasserralle

Die Suhl, auch Reden- und Schillwiesengraben genannt, ist ein rund 10 km langer Zufluss der Weihe. Sie entspringt im hessischen Landkreis Hersfeld-Rotenburg im Gemeindegebiet von Nentershausen und erreicht bereits nach einem Kilometer im Gemeindegebiet von Wildeck. Unterhalb der Bahnstrecke bei Raßdorf verläuft sie zunächst auf dem Gebiet der Stadt Werra-Suhl-Tal, um anschließend der Gemeindegrenze von Heringen zurück nach Thüringen zu folgen. Dort angekommen fließt die Suhl durch das FFH-Gebiet „Rhäden bei Obersuhl und Bosserode“. Nach einem kurzen Abschnitt im hessischen Wildeck-Obersuhl entwässert sie schließlich in Thüringen südlich von Untersuhl in die Weihe. Die Suhl zählt zu den grobmaterialreichen, karbonatischen Mittelgebirgsbächen (Gewässertyp 7).

Defizite am Gewässer

An der Suhl lassen sich an verschiedenen Stellen negative Veränderungen erkennen. So existieren einzelne Wanderhindernisse für Fische und wassergebundene Kleintiere. Der Bach ist an verschiedenen Stellen begradigt und strukturarm. Darüber hinaus ist die Entwicklung des Gewässers durch das abschnittsweise Fehlen naturnaher Gewässerrandstreifen eingeschränkt.

Entwicklungsmaßnahmen

zur Renaturierung

Entwicklungsmaßnahmen 

zur Renaturierung

Strukturaufwertungen und
Flächenmanagement

Denkbare Strukturverbesserungen durch:

  • Umstrukturierung von Gewässersohle und Ufer
  • Initialmaßnahmen zur natürlichen Laufentwicklung
  • Entfernung naturferner Elemente
  • Abschnittsweiser Ankauf von Uferrandstreifen

Wiederherstellung der Passierbarkeit für Fische und wassergebundene Kleintiere durch:

  • Entfernung oder Umbau vorhandener Wanderhindernisse
  • Natürliches Anlanden von Sohlmaterial in Massivsohlbereichen ermöglichen
  • Rückbau von Ufer- und Sohlverbau

Lineare Durchgängigkeit

Lineare Durchgängigkeit

Wiederherstellung der Passierbarkeit für Fische und wassergebundene Kleintiere durch:

  • Entfernung oder Umbau vorhandener Wanderhindernisse
  • Natürliches Anlanden von Sohlmaterial in Massivsohlbereichen ermöglichen
  • Rückbau von Ufer- und Sohlverbau

Einblicke ins Projekt

Sachstand

Am Programm „100 Wilde Bäche für Hessen“ nimmt die Gemeinde Wildeck teil. In einem gemeinsamen Termin mit Vertretern der Gemeinde und den zuständigen Behörden wurden die durchzuführenden Maßnahmen konkretisiert. Diese werden zurzeit in der Gemeinde abgestimmt.

FFH-Gebiet „Rhäden“ und Gemarkung Kleinensee

Im FFH-Gebiet „Rhäden bei Obersuhl und Bosserode“ werden Ausgleichsmaßnahmen zur Zielerreichung der WRRL umgesetzt. In Verbindung mit den Maßnahmen der Gemeinde Wildeck wird eine ganzheitliche Bearbeitung der WRRL an der Suhl gewährleistet. Die Umsetzung erfolgt unabhängig vom Programm „100 Wilde Bäche für Hessen“.

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Galerie
Defizite an der Suhl (Quelle: FIS Wanda)

100 Wilde Bäche für Hessen ist ein Programm des Hessischen Ministeriums für Landwirtschaft und Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat

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