Gelster

Gewässerkennzahl 4196
Einzugsgebiet in Hessen 60,59 km²
Gewässerlänge in Hessen 17,4 km
Anliegerkommunen Großalmerode, Witzenhausen
Schutzgebiete

Fauna-Flora-
Habitat-Gebiet

Besondere Arten

Schwarzstorch, Wasserfledermaus

Bei der Gelster handelt es sich um einen Bach, der dem Fließgewässertyp 7 „Grobmaterialreiche, karbonatische Mittelgebirgsbäche“ entspricht. Der Bach entspringt am Nordhang des Hirschbergs und verläuft als „Schwarze Gelster“ entlang der B 451 teilweise verrohrt durch die Stadt Großalmerode. Hinter Großalmerode fließt die Gelster entlang der Bundesstraße weiter Richtung Osten bis nach Trubenhausen, wo sie nach Norden abknickt. Durch den Ort Hundelshausen geht es weiter zur Stadt Witzenhausen, hinter der sie schließlich in die Werra entwässert. Sie gilt als größter hessischer Zufluss der Werra.

Defizite am Gewässer

Die Gelster weist in weiten Teilen Strukturarmut auf, welche eine Besiedlung mit anspruchs­volleren Tier- und Pflanzenarten verhindert. In den Ortslagen ist der Bach häufig stark ausgebaut und besitzt ein enges oder eingetieftes Gewässerprofil. Zudem fehlen weitestgehend natürliche und naturnahe Gewässerrandstreifen, die eine eigendynamische Entwicklung überhaupt erst ermöglichen. Des Weiteren ist die Durchgängigkeit für Organismen (Fische und Fischnährtiere) an mehreren Stellen im Verlauf des Bachs eingeschränkt. Wanderhindernisse bilden neben der verrohrten Ortslage von Großalmerode im Oberlauf, vor allem die drei Mühlen mit ihren Wehranlagen, die sich teilweise noch in Betrieb befinden.

Entwicklungsmaßnahmen

zur Renaturierung

Entwicklungsmaßnahmen 

zur Renaturierung

Strukturaufwertungen und
Flächenmanagement

Geplante Strukturverbesserungen durch:

  • Uferabflachung und Initialmaßnahmen zur natürlichen Laufentwicklung
  • Anlage von Furkationen (Nebengerinnen mit Inselbildung)
  • Entwicklung einer natürlichen Ufervegetation durch Sukzession und ggf. durch Initialpflanzungen mit gebietseigenen Gehölzen
  • Einbau von Strukturelementen aus Totholz und ortstypischen Steinmaterial ggf. unter Berücksichtigung von lokalen Restriktionen
  • Abschnittsweiser Ankauf von Gewässerrandstreifen sowie Bereitstellung von Flächen im Rahmen einer Flurneuordnung

Wiederherstellung der Passierbarkeit für Fische und wassergebundene Kleintiere durch:

  • Rück- oder Umbau von Wehranlagen an drei Mühlen ggf. unter Einbeziehung der vorhandenen Mühlgräben

Lineare Durchgängigkeit

Lineare Durchgängigkeit

Wiederherstellung der Passierbarkeit für Fische und wassergebundene Kleintiere durch:

  • Rück- oder Umbau von Wehranlagen an drei Mühlen ggf. unter Einbeziehung der vorhandenen Mühlgräben

Einblicke ins Projekt

Runder Tisch zur Abstimmung

Erste Abstimmungsgespräche mit den Teilnehmerkommunen haben stattgefunden. Hierbei konnten die Details für die Planungsausschreibung besprochen werden. Ausgewählte Stellen am Bach wurden begangen.

Sachstand der Planung

Nachdem Anfang 2023 die Planungsleistung von Großalmerode und Witzenhausen gemeinschaftlich ausgeschrieben werden konnte, hat das Fachplanungsbüro seine Arbeit aufgenommen. Hierzu fanden bereits mehrere Begehungen statt. Erste Planungsentwürfe wurden bereits erarbeitet.

Flächenmanagement

Das Planungsbüro hat bereits Vorschläge zur Flächenbereitstellung vorgelegt. Nach einer ersten positiven Prüfung durch das Amt für Bodenmanagement will man versuchen die benötigten Flächen durch ein vereinfachtes Flurbereinigungsverfahren zur Verfügung zu stellen.  Ein solches Verfahren würde auch der landwirtschaftlichen Flächenentwicklung dienen und sich positiv auf die Bewirtschaftung auswirken. Bevor das Jahr 2024 zu Ende geht, soll eine Informationsveranstaltung für alle potenziell Betroffenen stattfinden.

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Galerie
Aufnahmen des Ist-Zustandes an der Gelster

100 Wilde Bäche für Hessen ist ein Programm des Hessischen Ministeriums für Landwirtschaft und Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat

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