Allna
Edelkrebs, Braunkehlchen
Die Allna hat ihr Quellgebiet in der Gemeinde Gladenbach. Westlich der Ortslage Runzhausen, entspringt sie am östlichen Ausläufer des Daubhaus auf einer Höhe
von 350 m über N.N.. Die Allna verläuft durch die Gemeinde Gladenbach in das Gemeindegebiet Weimar, von Weimar aus auf einem kürzeren Stück durch das
Stadtgebiet Marburg und dann wieder in das Weimarer Gemeindegebiet hinein. Östlich der Ortslage Argenstein mündet die Allna in die Lahn.
Defizite am Gewässer
Zwischen Quelle und Mündung streift die Allna zahlreiche Ortsränder oder fließt mitten durch den Ortskern. Teilweise reicht die Bebauung dicht an die Allna heran, ist der Lauf kanalisiert, durchfließt Verrohrungen oder das Wasser angestaut.
Zwischen den Ortslagen befinden sich Abstürze, welche die Durchgängigkeit beeinträchtigen und strukturarme Bereiche mit tief eingeschnittenem Bachbett. Besonders die Eintiefung der Allna ist ein problematischer Zustand, der sich ohne Gegenmaßnahmen weiter verschlechtern wird. Steile Ufer werden unterspült,
es kommt zu Abstürzen und zum Abtransport von Erdreich. Der tiefe Geländeeinschnitt trägt verschärfend zur Entwässerung anliegender Wiesenflächen bei und begünstigt das Austrocknen des Bodens.
Entwicklungsmaßnahmen
zur Renaturierung
Entwicklungsmaßnahmen
zur Renaturierung
Strukturaufwertungen und
Flächenmanagement
Geplante Strukturverbesserungen durch:
- Anhebung der Gewässersohle durch Eintrag von natürlichem Substrat oder Totholz
- Abschnittsweiser Ankauf von Gewässerrandstreifen
- Abschnittsweise Ausweitung des bachbegleitenden Ufergehölzes
- Anlage von Grabentaschen oder Gräben zum Wasserrückstau
- Maßnahmen zur Strömungslenkung
Wiederherstellung der Passierbarkeit für Fische und wassergebundene Kleintiere durch:
- Abbau von von Wehren und Wanderhindernissen oder Anlage von Umgehungsgerinnen
- Umstrukturierung kleinerer Sohlabstürze innerhalb des Gewässerbettes
- Maßnahmen zur Strukturierung der Gewässersohle an Brückenbauwerken
Lineare Durchgängigkeit
Lineare Durchgängigkeit
Wiederherstellung der Passierbarkeit für Fische und wassergebundene Kleintiere durch:
- Abbau von von Wehren und Wanderhindernissen oder Anlage von Umgehungsgerinnen
- Umstrukturierung kleinerer Sohlabstürze innerhalb des Gewässerbettes
- Maßnahmen zur Strukturierung der Gewässersohle an Brückenbauwerken
Einblicke ins Projekt
Die Planungsarbeiten zur Renaturierung an der Allna sind von den unterhaltungspflichtigen Anliegerkommunen Gladenbach, Weimar und Marburg im Frühjahr 2023 vergeben worden. Im Laufe der Vorplanung hat das Planungsbüro Schwerpunktbereiche der Renaturierung an der Allna identifiziert. In diesen Bereichen wäre die Sicherung des gesetzlich festgelegten Uferrandstreifens durch einen Erwerb der Anliegerkommunen erforderlich.
Im nächsten Schritt planen die Kommunen Informationsveranstaltungen.